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28.07.2026

FGK greift aktuelles Technikwissen zur energieeffizienten Entfeuchtung in zwei Fachbeiträgen auf

Im Rahmen seines Vortragsformats Technikwissen by HOWATHERM hat Prof. Dr.-Ing. Christoph Kaup, Vorstandsvorsitzender des Fachverbands Gebäude-Klima e. V. (FGK) und Geschäftsführer der HOWATHERM Klimatechnik GmbH, aktuelle Ergebnisse zur energieeffizienten Entfeuchtung von Raumluft vorgestellt. Diese Inhalte greift der FGK in zwei Fachbeiträgen auf und beleuchtet darin die Herausforderungen durch steigende Temperaturen und zunehmend schwül-heiße Wetterperioden sowie die Möglichkeiten der Entfeuchtungskälterückgewinnung (EKR) zur Verbesserung der Effizienz von RLT-Anlagen.

„In schwül-heißen Sommern entscheidet die Luftentfeuchtung über Komfort und Energieverbrauch. Mit integrierter Entfeuchtungskälterückgewinnung können wir bisher ungenutzte Potenziale erschließen und in messbare Effizienzgewinne umwandeln, ohne Abstriche bei der Behaglichkeit oder der Feuchteführung hinnehmen zu müssen“, erklärt Professor Christoph Kaup, Vorsitzender des FGK-Vorstands.

Die Beiträge verdeutlichen: Mit der Entfeuchtungskälterückgewinnung lässt sich die beim Entfeuchtungsprozess entstehende Energie innerhalb der RLT-Anlage zurückgewinnen und weiter nutzen. Dadurch können Energieverbräuche reduziert, Betriebskosten gesenkt und CO₂-Emissionen vermieden werden. Gleichzeitig bietet die Technologie insbesondere im Gebäudebestand interessante Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung durch Nachrüstung bestehender Anlagen.

Über den Fachverband Gebäude-Klima e. V.

In seiner mehr als 50-jährigen Geschichte entwickelte sich der Fachverband Gebäude-Klima e. V. zum führenden Branchenverband der deutschen Klima- und Lüftungstechnik. In dieser Funktion vertritt der FGK die Interessen seiner Mitglieder gegenüber den Marktpartnern, der Politik, der Wirtschaft, den Normungsinstitutionen und der Wissenschaft. Mit einer intensiven politischen Kommunikation nimmt der Verband Einfluss auf ordnungsrechtliche Vorgaben sowie auf Normen aus dem relevanten Bereich der Technischen Gebäudeausrüstung. 

Der Verband ist ein wichtiger Player für die Energiewende und damit für den Klimaschutz. Seine Mitglieder bieten energieeffiziente Produkte und Lösungen, welche den CO2-Ausstoß minimieren und zugleich ein gesundes Innenraumklima schaffen.


Beispiel für eine Entfeuchtungskälterückgewinnung

Die Simulation zeigt die Funktionsweise einer Entfeuchtungskälterückgewinnung. Anhand des Anlagenschemas (Bild 1) und des h-x-Diagramms (Bild 2) eines konkreten Beispiels lässt sich der Prozess nachvollziehen.

 

A           
Außenluft (AUL): 32 °C, 40 % relative Luftfeuchtigkeit (r.H.), 11,9 g/kg

B           
Im Vorkühler (VK) wurde der Luft Wärme entzogen. Die Wärmerückgewinnung (WRG) hat in diesem Schritt rund 15 % Kälteleistung gespart. Durch die niedrigere Temperatur ist die relative Luftfeuchte gestiegen: Bei 21,1 °C beträgt sie rund 76 % r.H., die absolute Luftfeuchtigkeit ist unverändert bei 11,9 g/kg

C           
Der Entfeuchtungskühler (EK) senkt die Lufttemperatur unter den Taupunkt ab, sodass Wasserdampf kondensiert WRG und EKRG bewirken eine weitere Einsparung von 25 % bei der Kälteleistung. Die Absolute Luftfeuchtigkeit hat den angestrebten Wert erreicht, allerdings ist die Luft an dieser Stelle zu kalt: 12 °C, rund 97 % r.H., 8,5 g/kg

D           
Für das Erhöhen der Lufttemperatur mit dem nachgeschaltete Wärmeübertrager (Nacherwärmer, NE) ist dank EKRG keine zusätzliche Wärmeleistung erforderlich. Mit steigender Temperatur sinkt die relative Luftfeuchtigkeit. Temperatur und Feuchte der Zuluft (ZUL): 19 °C, rund 62 % r.H., 8,5 g/kg

E            
Im Raum steigen Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Temperatur und Feuchte der Abluft (ABL): 24 °C, rund 50 % r.H., 9,3 g/kg

F            
Über einen Wärmeübertrager wird überschüssige Wärme übertragen. Daraus ergeben sich folgende Werte für die Fortluft (FOL): 27,9 °C, rund 40 % r.H., 9,3 g/kg