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15.12.2020

Kritik an selbstgebauter Lüftungsanlage des Mainzer Max-Planck-Instituts

Forscher des Mainzer Max-Planck-Instituts für Chemie hatten vor wenigen Wochen das neue Lüftungssystem für Schulen entwickelt, das ganz einfach zu bauen ist.

Mit Materialien aus dem Baumarkt haben sie Abzugshauben über jedem Tisch im Klassenzimmer befestigt. Ein Rohrsystem an der Decke transportiert die verbrauchte Luft nach draußen. Mit Messungen belegten die Forscher, dass sie so eine beträchtliche Menge der potenziell virenverseuchten Luft nach draußen befördern konnten.

Christoph Kaup äußert Kritik: "Das ist ungefähr so, als würde man VW mit einer Seifenkiste konfrontieren und sagen, warum baut ihr so umständliche Autos, das funktioniert doch auch mit einfacheren Mitteln aus dem Baumarkt." So einfach ist es laut Kaup aber nicht.

Kaup kritisiert am selbstgemachten Lüftungssystem, es könne längst nicht alle Aerosole im Raum erfassen. Vor den lampenschirmartigen Hauben, die über jedem Tisch im Klassenzimmer hängen, könne sich eine Art Luftstau bilden. Außerdem verteile sich Luft auch quer im Raum. Wenn zum Beispiel jemand niesen oder husten müsse oder sich im Raum bewege, könne es zu sogenannten Sekundärströmungen kommen, so Kaup. Und das bedeute, potenziell virenverseuchte Aerosole blieben im Raum.

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